Kategorie: Der Park


Gut beraten

Traditionell beginnt am 4. Sonnabend im März unsere Parksaison mit Neu- oder Umpflanzungen. Als „kleiner Park mit den großen Bäumen“ gilt unser besonderes Augenmerk den Bäumen. Da kommen Bäume nicht mit ihrem Standort klar, andere sind ganz eingegangen, und ab und an muss auch ein Baum entfernt werden, weil er alt oder krank ist.

Traditionell führt unser Weg dann in das Pflanzencenter der Barnimer Baumschulen Biesenthal. Hier werden wir von Frau Ebel und Herrn Reinhardt schon seit vielen Jahren sachkundig und immer freundlich betreut. Hilfreich ist dabei auch, dass beide den Robert-Koch-Park schon in Augenschein genommen haben.

Wir legen unsere Wunschliste vor und werden dazu umfassend beraten zu geeigneten Sorten, Größen, günstigen Standorten und preiswerten Angeboten. Sollte eine Art im Center oder der Baumschule nicht vorrätig sein, wird anderweitig bestellt. Unsere Auswahl, diesmal waren es Zeder, Blutbuche, Weißtanne – diese muss bestellt werden – und Stieleiche wird dann auch noch bis zur Abholung kurz vor dem Arbeitseinsatz betreut. Es ist auch schon vorgekommen, als wir ein Problem mit dem Transportmittel hatten, dass Frau Ebel und Herr Reinhardt die Pflanzen zu uns in den Park gebracht haben.

Wir können das Pflanzencenter der Baumschule Biesenthal allen wärmstens empfehlen, die Wert auf standortgerechte, einheimische Gehölze, in der Region gezogene Beet- und Balkonpflanzen, faire Preise und auf fachkundige Kundenberatung legen.

Parkgeschichte gesucht

Der Robert-Koch-Park Panketal e. V.

bereitet sich langfristig auf ein Jubiläum vor: im Juni 2013 wird die Parkanlage – heute als Robert-Koch-Park bekannt –  50 Jahre! Zu ihrer wechselvollen Geschichte soll im Pavillon eine Geschichtswand entstehen.

Zusammen mit dem Panketaler Geschichtsverein „Heimathaus“ e.V. und unter künstlerischer Leitung unseres Gestaltungsexperten Ernst Jager sind wir nun intensiv auf Material- und Ideensuche und wenden uns deshalb erneut an Sie mit der Bitte um Mitwirkung und Unterstützung.

Ihr Wissen (oder Ihr Wissen, wer etwas weiß oder hat), Fotos oder Materialen zur Gründung und Entwicklung der Parkanlage wären uns eine große Hilfe, die Parkgeschichte  besser erfassen, darstellen und bewahren zu können. So wie Herr Görcke und Herr Lüdecke, beide langjährige Mitglieder des Siedlervereins, auf unseren Aufruf vom März 2010 reagierten und uns seitdem bei unserem Projekt unterstützen, so hoffen wir auch diesmal auf weitere Hinweise und Mithilfe.

Auf unserer diesjährigen öffentlichen Mitgliederversammlung wird das Projekt „Parkgeschichte“ ebenfalls ein wichtiges Thema sein. Zum Mitdiskutieren über dieses und andere Themen wie auch anstehende Vorhaben für das neue Jahr laden wir recht herzlich zu unserer Versammlung am

Donnerstag, dem 01. März 2012, um 19:00 Uhr

in der Bibliothek Zepernick, Schönower Str. 105, ein. Der Kreis der Parkfreunde würde sich sehr über Verstärkung freuen.

Kristine Neumann

Vorstandsmitglied

Glockenblümchen – so heißt eine Kita-Gruppe der Pankekinder. Zum zweiten Male kamen sie nun schon mit Ihrer Erzieherin, Frau Beer, in den Park. Jeden Monat, von September bis September, wollen sie den Park besuchen.

Im September haben die Kinder den Park kennengelernt. Sie erfuhren, was auf den Froschschildern steht, entdeckten das Insektenhotel, den Kräuterberg mit seinem Teich,

Herbstblumen und Früchte von Bäumen und Sträuchern…

Jetzt im Oktober erkundeten sie die verschiedenen Farben der Blätter und bewunderten besonders den bunt gefärbten Hartriegel

und den Ginkgo in seinem schönen gelben Herbstkleid. Frau Beer hatte Tulpenzwiebeln mitgebracht, und jedes Glockenblümchen durfte eine einpflanzen.

Alle haben die Zwiebel richtig herum eingesetzt. Und zum Abschluss gab es noch ein besonderes Erlebnis: Frau Beer hatte hoch in einem Baum einen Reiher entdeckt. Ganz leise näherten sich die Kinder diesem Baum und konnten den Reiher zuerst auf dem Ast weit oben und dann beim Abflug beobachten.

Die Glockenblümchen haben bei ihren zwei Besuchen schon eine ganze Menge im Park gesehen, beobachtet, erfahren. Noch 10 mal werden sie mit Frau Beer im Park nach Veränderungen und Besonderen suchen und so am Ende mehr wissen als vorher.

Umwelterziehung auf diese Weise findet bei uns große Anerkennung und Unterstützung, entspricht Frau Beers Anliegen doch auch unserem Ziel nach Umweltschutz durch Naturerfahrung und unseren Vorstellungen der Parknutzung.

Übrigens haben wir von Frau Beer erfahren, dass sie auf gleiche Weise ihre Glockenblümchen mit dem Wald und der Wiese bekanntgemacht hat.

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Parkfreunde, liebe Besucher des Robert-Koch-Parks,

der Internet-Wettbewerb der Ing-DiBa zur Unterstützung der deutschlandweit gefragtesten Vereine ist für den Robert-Koch-Park erfolgreich zu Ende gegangen. Unser Verein hat einen Platz unter den ersten 1000 errungen.

Allen denen, die uns ihre Stimme gegeben haben, gilt ein ganz herzliches Dankeschön. Ganz besonders danken wir Ines Moukahal, Mike Wilhelm und Andreas Neumann für die gewaltige Überzeugungsarbeit, die sie zum Stimmenmfang geleistet haben. Das Preisgeld wird uns bei der weiteren Ausgestaltung des Parks sehr helfen. In der Mitgliederversammlung am 01.03.2012 werden wir beschließen, was alles davon finanziert werden kann und soll. Jeder kann schon jetzt seine Vorschläge an den Vorstand weiterreichen. 1000 € stehen uns gut zu Gesicht!

Helmut Rosenberg ist der Gründer des Zepernicker Schau- und Lehrgartens, der sich auf dem Gelände des heutigen Robert-Koch-Parks befand.  Nadine Muth hat im Panke-Spiegel Nr. 5/2010 einen Artikel über Höhen und Tiefen im Leben von Rosenberg veröffentlicht, den wir jedem Interessierten sehr empfehlen (http://www.panke-spiegel.de/).

Der Verein Robert-Koch-Park e.V. ehrt das Wirken Rosenbergs mit der Schaffung eines Gedenk-Staudenbeetes.

Geschichte des Parks

Die Geschichte des Robert-Koch-Parks

Der Beginn als Schau- und Lehrgarten

Die Gründung des Parks geht auf die Initiative des Zepernicker Komponisten  Helmut Rosenberg zurück. Unter seiner Leitung entstand auf einer ehemaligen sumpfigen Brachfläche durch freiwillige unbezahlte Aufbaustunden der Mitglieder des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) der „Schau- und Lehrgarten Zepernick“.

Zu seiner Eröffnung am 9. Juni 1963 war als Ehren­gast der Ideengeber für öffentliche Schau­gärten, der berühmte Landschaftsgärtner und Pflanzen­züchter Karl Foerster anwesend. Foerster übernahm auch die Patenschaft über den Schau- und Lehrgarten und stellte die neuesten Züchtungen der von ihm gegründeten Staudengärtnerei in Potsdam-Bornim für seine Gestaltung zur Verfügung. Diese Unterstützung und die unermüdliche Arbeit Helmut Rosenbergs ließen den Garten erblühen: Im Jahre 1965 zählten schon 2700 verschiedene Stauden­sorten zu seinem Bestand. Ursprünglich dafür gedacht, den Bewohnern der Umgebung und den Berlinern winterharte und ausdauernde Pflanzensorten, vor allem neuere Züchtungen, nahe zu bringen, wurde der Park aber schnell auch überregional bekannt. Dazu beigetragen hat sicherlich auch der Poststempel, den zwischen 1966 und 1974 jede Postsendung aus Zepernick erhielt. So fanden sich im Gästebuch auch Eintragungen von Besuchern aus Ungarn, Polen, der CSSR, der BRD, Schweden, Großbritannien und sogar aus Afrika.

Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre wurde die Fläche des Gartens erweitert, es entstanden das Gewächshaus und die Teichanlage. Die Ressourcen dafür zu erschließen, war für Rosenberg und seine Helfer nicht einfach, und es wurde im Laufe der Zeit immer schwieriger, Freiwillige für die Pflegearbeiten zu gewinnen. Rosenberg, der den Hauptanteil der Arbeit leistete, musste – auch in Rücksicht auf sein Alter – schließlich aufgeben.

Volkspark mit Tanzfläche und Kegelbahn

Zum 1.5.1975 übernahm der Rat der Gemeinde Zepernick die Verwaltung des Schau- und Lehr­gartens. Damit verbunden war auch die Umgestaltung zu einem Volkspark für die Nutzung zu kulturellen und sportlichen Zwecken. Beim gärtnerischen Umbau fand die Gemeinde Unterstützung durch die Sek­tion Gartenbau der Humboldt-Universität zu Berlin. Ende der 70er Jahre er­hielt der Park eine Pergola für die Rosenanlage und eine Parkbeleuchtung. In den 80er Jahren wurden eine Kegelbahn, ein Schachfeld, eine Tischtennis­anlage und eine Tanzfläche gebaut.

Ende der 80er kamen eine Vogelvoliere und ein Springbrunnen hinzu. Der Volkspark wurde ausgiebig für Kollektivfeiern genutzt. Der gärtnerische Aspekt trat etwas in den Hintergrund.

Nach der Wende verwildert

Nach der Wende wurde die Pflege des Parks für die Gemeinde aus finanziellen Gründen immer weiter reduziert. Anfangs wurden durch ABM-Kräfte noch die notwendigsten Arbeiten ausgeführt. Als dann 1995 auch diese eingestellt wurden, verwilderte der Park sehr schnell.

Die Gemeinde suchte nach einem Konzept zur Nutzung des Areals: es gab Pläne für eine Sauna­landschaft und ein Gymnasium. Zuletzt konkretisierten sich die Vorstellungen, einen Teil der Fläche für die Wohnbebauung zu veräußern und die Pflege der kleinen Restfläche in private Hand zu geben, und es wurde ein entsprechender Bebauungsplan erarbeitet.

Seitens natur- und geschichtsinteressierter Bürger der Gemeinde und der Anwohner regte sich immer mehr Widerstand gegen die Pläne, diese einstige „Perle Zepernicks“ zu zerstören.

Der Neubeginn

Im Jahre 2004 wurde der Verein Robert-Koch-Park Panketal e.V. gegründet, der es sich zur Aufgabe machte, den Park zu retten und seine Pflege zu organisieren. Nach langem Kampf und harter Überzeugungsarbeit gelang es schließlich, eine Mehrheit in der Gemeindevertretung für den Erhalt des Parks zu gewinnen und einen Kompromiss zu schließen, der den Verkauf einer kleineren Teil­fläche zur Finanzierung der Grund­sanierung vorsah. Am 11.09.2006 wurde ein Pflegevertrag zwischen der Gemeinde und dem Verein abgeschlossen.

Im Jahre 2004 setzte die Ge­meinde im Rah­men eines ijgd-Work­camps eine internationale Studenten­gruppe für erste Entwilderungsarbeiten ein. Im Anschluss daran führte der Robert-Koch-Park Panketal e.V. – damals noch ohne Vetrag – Arbeitseinsätze durch, um den gewonnenen Zustand zu halten und weiter zu verbessern. Seitdem sind die Arbeitseinsätze zu einer regelmäßigen Einrichtung geworden. Die Vereinsmit­glieder und Freunde des Parkes leisteten bis Ende 2007 bereits 4000  freiwillige unbezahlte Arbeits­stunden für die laufende Pflege und um das mit der Gemeinde beschlossene Gestaltungskonzept umzu­setzen. Dabei entstand u. a. die Streuobstwiese, und die Sanierung des Bungalows wurde in Angriff genommen.

In der Südwestecke des Parks an der Bebelstraße wurde durch die Gemein­de im Jahre 2007 entsprechend dem Vorschlag des Ver­eins ein Spielplatz eingerichtet, der am 23.11.2007 eröffnet wurde.