Category: Der Park


Bäume des Jahres im Park

Viele Parks können sich rühmen, Bäume des Jahres wachsen zu haben. Der Robert-Koch-Park in Panketal gehört dazu. Von den seit 1989 gekürten 30 Baumarten sind 22 in seinem Bestand. Mit zwei jungen Ginkgo-Bäumen (Nr. 20 auf dem Übersichtsplan) ist dazu noch der Baum des Jahrtausends vertreten, der 2000 benannt wurde.

Die Ehre, zum Baum des Jahres ernannt zu werden, beinhaltet zwar seine Seltenheit, seine ökologische Bedeutung und seine Bedrohtheit, soll aber vorwiegend dazu dienen, die Menschen über seine Eigenart aufzuklären und Naturverbundenheit zu wecken. Genau das möchte auch der Robert-Koch-Park Panketal e.V. erreichen. Mögen seine Besucher mit offenen Augen und mit Neugier die Vielfalt der Natur beschauen, bestaunen und lieben lernen.

Die folgende Übersicht soll zeigen, welche der geehrten Bäume im Park vertreten sind und wo man sie besichtigen kann. Ein Mausklick auf die Baumart führt zur fachgerechten Beschreibung.

1989 Stieleiche (1)

Eine davon steht in der Nähe der westlichen Teichspitze. Sie ist erst ca. 12

Jahre alt

1990 Rotbuche (2)

In unserer kleinen Baumschule wird eine solche aufgezogen.

1991 Sommerlinde (3)

Eine von ihnen beschattet die Parkbank auf der Südwiese unweit des

Kinderspielplatzes

1992 Bergulme

nicht vertreten

1993 Speierling

Er steht in einem wild belassenen Parkabschnitt und ist nicht zugänglich. Hier

soll ein Rückzugsgebiet für Vögel sein. Der Baum dient als Futterlieferant.

1994 Europäische Eibe (4)

Eine wächst beispielsweise inmitten des Koniferenhains links vom Park-

eingang

1995 Spitzahorn

nicht vertreten

1996 Hainbuche (5)

Eine Hainbuche ist am Wegrand nahe der Ostspitze des Teichs zu finden.

In der Nordostecke des Parks wächst eine Hainbuchen-Hecke heran.

1997 Eberesche

Wie bereits der Speierling in einem nicht zugänglichen Parkbereich

1998 Wildbirne

nicht vertreten

1999 Silberweide (6)

Die Silberweide, die am Teichufer stand, ist windgeschädigt ausgefallen.

2000 Sandbirke (7)

Zusammen mit den Pappeln und Weiden ist sie die häufigste Baumart im

Park und mehrfach zu finden.

2001 Esche (8)

Sie wächst noch ein wenig weiter links von der Aussichtsplattform am Teich.

2002 Gemeiner Wacholder

nicht vertreten

2003 Schwarzerle (9)

Schwarzerlen säumen rechts und links das Fließ.

2004 Weißtanne (10)

Eine  Weißtanne steht neben anderen Tannen- und Fichtenarten

im Koniferenhain.

2005 Rosskastanie (11)

Auf der Südwiese schräg hinter der Weidenhütte ist eine Rosskastanie.

2006 Schwarzpappel

nicht vertreten. Drei Exemplare sind offenbar nicht mit den Bodenbedingungen

zufrieden gewesen und allesamt eingegangen.

2007 Waldkiefer (12)

Der auch als Gemeine Kiefer  bezeichnete Baum steht in der Wirtschaftsecke

rechts neben dem Parkhäuschen.

2008 Walnuss (13)

Es gibt im Park mehrere Walnussbäume. Der größte steht rechts am Weg zur

Toilette.

2009 Bergahorn (14)

Einer von mehreren Vertretern dieser Art ist von der Bebelstraße aus hinter

der Berberitzenhecke zu sehen.

2010 Vogelkirsche (15)

Wer am nördlichen Rand der Nordwiese in Richtung Parkhäuschen geht,

der findet dort eine Vogelkirsche.

2011 Elsbeere (16)

Als nutzbarer Obstbaum ist er im Park auf der Streuobstwiese beheimatet.

2012 Europäische Lärche (17)

Man sieht sie links vom Parkeingang ganz vorn im Koniferenhain.

2013 Holzapfel (18)

Der auch Wildapfel genannte Baum steht neben dem Hauptweg über die

Nordwiese.

2014 Traubeneiche (19)

Wir versuchen, zwei Exemplare davon in unserer kleinen Baumschule

rechts vom Parkhäuschen heranzuziehen.

2015 Feldahorn

nicht vertreten.

2016 Winterlinde

nicht vertreten

2017 Fichte

auch als gemeine Fichte bezeichnet. Der Park bietet mehrere Fichten. Eine davon ist gut rechts vom Parkhäuschen zu sehen.

2018 Esskastanie

Im Park wachsen zwei Esskastanien, eine steht auf unserer Streuobstwiese.

Wenn alle Baumarten des Robert-Koch-Parks zu Bäumen des Jahres ernannt würden, dann müssten wir noch mindestens 20 Jahre ausharren. Aber bitte, liebe Jury, lass die Platane weg. Davon haben wir (noch?) keine.

Terra preta – Das uralte Wissen um die Fruchtbare schwarze Erde

Terra preta – so ist im Internet nachzulesen – erfährt derzeit mediale Aufmerksamkeit wegen eines möglichen Beitrags zur Lösung der globalen Erderwärmung und Nahrungssicherung.

Terra preta selbst herstellen, um die Bodenqualität zu verbessern – das war der Inhalteines Workshops, den Haiko Pieplow, Bodenkundler und Referent am Bundesministerieum für Umwelt, am 30. März im Robert-Koch-Park durchführte. Mehr als 40 Teilnehmer kamen zu diesem ersten Arbeitseinsatz im Jahr, nicht nur zum Frühjahrsputz, sondern auch zum Lernen.

Eigentlich ist die Herstellung von Pflanzenkohle, dem wichtigsten Bestandteil von terra preta, denkbar einfach: herumliegendes dünnes Holz, vertrocknete Pflanzen, Tannenzapfen, Essensreste … werden bis zu einem bestimmten Stadium verbrannt und dann auf besondere Weise abgelöscht.

Unter der fachgerechten Anleitung von Haiko Pieplow haben wir erfahren, wie ein Feuer richtig angezündet, versorgt und gelöscht wird. Am Ende ist wirklich Pflanzenkohle entstanden.

Gezeigt hat uns unser Lehrmeister auch, wie die erzeugte Wärme zum Kochen und Braten genutzt werden kann. Sowohl die bunte Gemüsesuppe wie auch die Grillwürstchen waren gelungen und kamen gut an.

Um nicht zu unterschätzen – nachhaltig verwertete Winterreste für einen sauberen Park.

Wer mehr wissen will, wird im Internet fündig, liest Literatur, z. B. das Buch „Terra Preta“ oder kommt zum Baumfest am 22. Juni in den Robert-Koch-Park, wo Haiko Pieplow mit dem Thema „Terra preta – Das uralte Wissen um die fruchtbare schwarze Erde“ zu erleben ist.

Kristine Neumann

Robert-Koch-Park Panketal e.V.

Frühlingsspaziergang

Simone André und Andreas Becker haben sich im Park umgeschaut und uns ein paar Fotos zur Verfügung gestellt, die wir allen Neugierigen als Lockmittel für einen Parkbesuch zeigen möchten.

Baumbogen

Baumkletterer

Hallo Biene

Liegende Bäume

Märzenbecher

Märzenbecher-Feld mit Blick zum Teich

Totholz in Blüten

Auch unser Titelbild Zaubernuß stammt von Simone und Andreas. Danke dafür!

Fleißige Sammler

Seit Anfang Juni 2015 beschäftigt der Robert-Koch-Park Panketal e.V. im Park eine Horde fleißiger Arbeiter: ein Bienenvolk. Unter der fürsorglichen Anleitung eines Patenimkers – unserer Oberbiene – wollen wir lernen, was die kleinen Sammler und Bestäuber zum Überleben benötigen und wie wir ihnen dabei helfen können.

So wird beispielsweise bei Neuanpflanzungen im Park der Bedarf der Bienen besonders berücksichtigt. Damit möchten wir einen bescheidenen Beitrag leisten, um das viel beschriebene Bienensterben zu verhindern. Der Honig, begehrtes Ziel der Imker und aller Naschkätzchen, ist für uns dabei nicht so wichtig. Was man so alles für das Wohlergehen unserer Bienen tun muss, welche Probleme wir als Anfänger-Imker noch haben und was die Bienen gerade so tun, das kann jeder Interessierte gern hier verfolgen.

Welt der Kräuter

Frau Ursula Krüger-Matthes lädt alle Interessierten zu zwei Veranstaltungen über die Welt der Kräuter in den Robert-Koch-Park ein.

1. Welt der Kräuter- Die Kräuterspirale (VHS)
Eine Kräuterspirale anlegen – was muss ich beachten?
Diese und weitere Fragen rund um die Kräuterspirale werden in diesem Workshop im Rahmen der Reihe „Inspirierende Gartenwelten“ behandelt. Wir treffen uns am Pavillon im Robert-Koch-Park Zepernick, um anhand der dortigen z.T. noch im Bau befindlichen Kräuterspiralen alles zum Thema zu erfahren.
Wir nutzen die praktischen Eindrücke, um selbst die Vorlage für eine eigene Spirale zu gestalten. Behilflich bei der Umsetzung ist dabei Gartenberaterin Dipl.-Ing. Ursula Krüger-Matthes. Mitzubringen sind Schreibblock kariert (A4) und Stifte.
Ort: Robert-Koch-Park Zepernick, Bebel-Str.62a-c, 16341 Panketal OT Zepernick
Zeit: Fr, 10.05.2013 von 18:00 – 19:30 Uhr
Anmeldungen (verbindlich) unter 03338/76 27 64 oder www.kvhs-barnim.de oder direkt unter der e-mail-Adresse info@inspirierende-gartenwelten.de

2. Welt der Kräuter – Kräuterwanderung Zepernick
Wir suchen Kräuter im Robert-Koch-Park in Panketal und bestimmen sie anhand diverser Bestimmungsschlüssel. Ziel des Kurses ist, die wichtigsten Kräuter ansprechen zu können, dabei werden zusätzlich wichtige Informationen zur Nutzung vermittelt.
Datum: Freitag, der 14.06.2013, 18:00 – 19:30 Uhr
Treffpunkt: Pavillon im Robert-Koch-Park, Bebelstr. 62 a-c, 16341 Panketal
Anmeldungen (verbindlich) unter 03338/76 27 64 oder www.kvhs-barnim.de oder direkt unter der e-mail-Adresse info@inspirierende-gartenwelten.de

Viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme.

Eine Panketaler Parkanlage wird 50

Vor knapp 50 Jahren, im Juni 1963, wurde die heute als Robert-Koch-Park bekannte Anlage als Schau- und Lehrgarten feierlich eröffnet. Ein bedeutendes Ereignis für die kleine Gemeinde!

Gärten dieser Art sollten nach der Vorstellung des bekannten Staudenzüchters Karl Foerster Fachleuten und Hobbygärtnern einen Überblick über die vorhandenen Sortimente erleichtern und zu abwechslungsreicher Gartengestaltung anregen. Diese Idee griff der Zepernicker Komponist, Musiker und Gartenliebhaber Helmut Rosenberg auf und legte mit seiner eigenen wertvollen Pflanzensammlung einen Schau- und Lehrgarten in Zepernick an. Unterstützt wurde er dabei von seinem Freund Karl Foerster und dem Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK).

Unter der Schirmherrschaft Karl Foersters, mit Rosenbergs Engagement und mit Unterstützung besonders der Sparte V des VKSK erlangte der Zepernicker Schau- und Lehrgarten in den etwa 10 Jahren seines Bestehens überregionale Bedeutung und empfing sogar ausländische Besucher. Das Ansehen Zepernicks wuchs dadurch beträchtlich.

Wechselhaft war die Geschichte des einstigen Schau- und Lehrgartens. Dass die Anlage heute noch als Park Bestand hat, war nicht immer selbstverständlich. Deshalb sind die 50 Jahre um so bedeutsamer und sollten im Juni nächsten Jahres gewürdigt werden.

Aus diesem Anlass will der Robert-Koch-Park Panketal e. V. zusammen mit seinen Parkfreunden im Pavillon eine Geschichtswand gestalten. In Vorbereitung dieses Vorhabens wollen wir noch einmal mit Interessierten, Kennern, Mitgestaltern, Helfern und Freunden auf dem Weg vom Schau- und Lehrgarten zum heutigen Park ins Gespräch kommen.

Wir würden uns freuen, am Donnerstag, dem 23. August, um 15:00 Uhr möglichst viele Gäste im Robert-Koch-Park begrüßen zu können.

Kristine Neumann

für den Vorstand des Robert-Koch-Park Panketal e. V.

Farben des Frühlings

Für den Parkbesuch im März hatte sich Frau Beer für ihre Glockenblumenkinder etwas Besonderes ausgedacht. Sie sollten die Farben des Frühlings im Park entdecken.

Jedes Kind erhielt eine Palette mit vier Kreisen, in die Blüten in verschiedenen Farben geklebt werden sollten. Eifrig begannen die Glockenblümchen die Suche.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Schnell entdeckten die Kinder die gelbe Forsythie, blau fanden sie bei den Wildkrokussen, und noch fehlende Farben konnten sie mit Blüten des Lärchensporns ergänzen, der sich ja in vielen Farbvarianten präsentiert. Bald waren alle Farbpaletten gefüllt und die Glockenblümchen stolz auf ihren Erfolg.
 
 
 
 
 
 
 
 

Dann ging es – wie bei jedem Besuch – zum Insektenhotel. Das finden die Kinder besonders spannend, und sie wissen schon sehr gut, welche „Zimmer“ bewohnt sind.

Auf dem Teich gab es auch etwas zu bestaunen – die Unmengen von Froscheiern. Bald werden die Kaulquappen aus den Eiern schlüpfen. Und das wollen Frau Beer und ihre Glockenblumenkinder nicht verpassen.

Die Parkanlage wird 50!

Im Juni 2013 ist es soweit. Vor 50 Jahren – am 9. Juni 1963 – fand die feierliche Eröffnung des Zepernicker Schau- und Lehrgartens statt. Gegründet wurde er von Helmut Rosenberg nach dem Vorbild  und im Sinne Karl Foersters. Um Staudenliebhabern den Überblick über vorhandene Sortimente zu erleichtern, hatte dieser vorgeschlagen, Schaugärten anzulegen. Nach Potsdam, Dresden, Burg, Erfurt erhielt damit Zepernick als 5. Ort eine solche Sehenswürdigkeit.

Aus Anlass dieses Ereignisses will unser Verein eine Wand im Parkpavillon über die recht wechselvolle Geschichte gestalten. Als Partner für dieses Vorhaben konnte der Panketaler Geschichtsverein „Heimathaus“ e. V. gewonnen werden. Gemeinsam sind wir nun dabei, Material zu suchen und zu sichten, Kenner und Liebhaber der Parkgeschichte für Gespräche zu finden und über die Gestaltung der Geschichtswand nachzudenken.

Nur das Wenigste unserer Einsichten und Erkenntnisse, der Fotos und der Materialien wird für das Projekt Verwendung finden. Deshalb wollen wir unser Wissen in loser Folge für Interessierte hier darstellen. An Hinweisen, Ergänzungen, Korrekturen zu den Beiträgen sind wir sehr interessiert.

Auf geschichtsträchtigem Boden

Das obere Panketal ist reich an prähistorischen Fundstätten. Wie auf einer Perlenschnur ziehen sich die Siedlungen zwischen Berlin Buch und Bernau an der Panke entlang. Dazwischen liegt Zepernick mit einer Unzahl von Fundstätten.

Ein großes bronzezeitliches Siedlungsgebietes ist der Südhang des Lauseberges bis hin zu der Talmulde, in der sich ein Teich in einer ausgespülten Vertiefung gebildet hatte: Das Gelände des Robert-Koch-Parks.

Hier sicherte Herr Rosenberg 1987
bei der Ausschachtung des Springbrunnens in dem damaligen Schau- und Lehrgarten die Bruchstücke einer großen Schale. Sie hatte einen Durchmesser von etwa
42 cm und diente vor 2800 Jahren vermutlich als Ziergegenstand oder Deckel.

Beitrag von Peter Pohl
Mitglied des Panketaler Geschichtsvereins

Mehr zu archäologischen Funden der Gegend: Broschüre Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Zepernick, Band 3 – „Der Bronzekessel von Zepernick“

Broschüre 700 Jahre Zepernick 1289 – 1989 – „Vorgeschichtliche Funde in Zepernick“

Gut beraten

Traditionell beginnt am 4. Sonnabend im März unsere Parksaison mit Neu- oder Umpflanzungen. Als „kleiner Park mit den großen Bäumen“ gilt unser besonderes Augenmerk den Bäumen. Da kommen Bäume nicht mit ihrem Standort klar, andere sind ganz eingegangen, und ab und an muss auch ein Baum entfernt werden, weil er alt oder krank ist.

Traditionell führt unser Weg dann in das Pflanzencenter der Barnimer Baumschulen Biesenthal. Hier werden wir von Frau Ebel und Herrn Reinhardt schon seit vielen Jahren sachkundig und immer freundlich betreut. Hilfreich ist dabei auch, dass beide den Robert-Koch-Park schon in Augenschein genommen haben.

Wir legen unsere Wunschliste vor und werden dazu umfassend beraten zu geeigneten Sorten, Größen, günstigen Standorten und preiswerten Angeboten. Sollte eine Art im Center oder der Baumschule nicht vorrätig sein, wird anderweitig bestellt. Unsere Auswahl, diesmal waren es Zeder, Blutbuche, Weißtanne – diese muss bestellt werden – und Stieleiche wird dann auch noch bis zur Abholung kurz vor dem Arbeitseinsatz betreut. Es ist auch schon vorgekommen, als wir ein Problem mit dem Transportmittel hatten, dass Frau Ebel und Herr Reinhardt die Pflanzen zu uns in den Park gebracht haben.

Wir können das Pflanzencenter der Baumschule Biesenthal allen wärmstens empfehlen, die Wert auf standortgerechte, einheimische Gehölze, in der Region gezogene Beet- und Balkonpflanzen, faire Preise und auf fachkundige Kundenberatung legen.